7 Dinge, die wir gegen Hate Speech im Internet tun können – eine christliche Perspektive

Ein persönliches Vorwort und ein echtes Anliegen

Viele von euch haben sicher mitbekommen, dass mich das Thema Hate Speech umtreibt. Einige haben mich auch gefragt, ob und inwiefern ich selbst Opfer geworden sei. Diese Frage wollte ich zu dem Zeitpunkt nicht beantworten. Jetzt tue ich es, um mein Anliegen mit diesem Artikel deutlich zu machen. Ja, ich bin Opfer von Hate Speech geworden. Ja, ich habe Mord- und Vergewaltigungsdrohungen erhalten. Ja, die Negativität dieser Kommunikation hat mich getroffen – mehr noch als dass ich konkrete Ängste um mein Leben gehabt hätte.

Dazu muss ich sagen, dass ich einen anderen Account auf Twitter hatte, mit dem ich mich als Theologin politisch positioniert habe. Heute nenne ich diese Politik-Bubble manchmal „die andere Seite von Twitter“. Manches Mal kam es mir auf der anderen Seite von Twitter wie auf einem Kriegsschauplatz vor, mit Grabenkämpfen, Offensiven, Treffern unter der Gürtellinie… ich habe den Account auf der anderen Seite von Twitter gelöscht. Aus gutem Grund: Um mich selbst zu schützen. Mir ist klar geworden: Diese Art von negativer Kommunikation brauche ich nicht in meinem Leben. Als „Theotabea“ versuche ich positive Kommunikation zu betreiben: Das gelingt mir vielleicht nicht immer, aber ich bemühe mich. Diese Entscheidung habe ich bewusst getroffen. Nicht zuletzt ist diese Entscheidung aus einer Überlegung darüber entstanden, was eigentlich eine christliche Haltung für digitale Kommunikation bedeutet. Natürlich kann ich auch aus humanistischen oder allgemeinen Gründen so eine Haltung einnehmen, aber ich persönlich fühle mich als Christin herausgefordert, eine Haltung zu Hate Speech einzunehmen.

Heute möchte ich meine Einsichten gerne mit euch teilen. 

1. „Hate Speech posten immer nur die anderen“ überdenken

In Bezug auf Hate Speech gibt es eine tolle Veröffentlichung mit dem Namen „Verhasste Vielfalt“ mit Ellen Radtke, Claudia Schulz und Annika Lukas als Herausgeberinnen. Ich folge dieser Veröffentlichung in vielen Punkten. In „Verhasste Vielfalt“ wird praxisnah untersucht, was Hate Speech eigentlich ist und schlafen 8 Stufen vor, um die Grade von Hate Speech unterscheiden zu können.

Hate Speech definiere ich als das bewusste Herabsetzen einer Person oder einer Gruppierung oft in Kombination mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Ich folge der sprachwissenschaftlichen Definition und Einordnung von Jörg Meibauer, nach welcher Hate Speech ein „sprachliche[r] Ausdruck von Hass gegen Personen oder Gruppen […], insbesondere durch die Verwendung von Ausdrücken, die der Herabsetzung und Verunglimpfung von Bevölkerungsgruppen dienen“ (zitiert nach: Verhasste Vielfalt, Seite 1).

„Verhasste Vielfalt“ gibt 8 Grade von Hate Speech an. Ich war zunächst verwundert über den ersten Grad: Widerspruch ohne Argument. Das kommt mir nicht wie Hate Speech vor. Dann wurde mir klar: Es geht um die Spirale, die Eskalation, die in digitaler Kommunikation oft eintritt. Das Medium verführt dazu, kurz und knapp und prägnant zu antworten. Es fördert Postings mit starkem, oft negativen Gehalt. Das liegt nicht nur an der User*innen, sondern auch am sog. Algorithmus, der für uns relevante Posts in die Timeline spült. Weil Hass also leider relevant ist, können Tweets schnell eskalieren. Dass und warum das Medium das fördert ist übrigens einfach: Diese Spiralen von negativer Kommunikation sind Interaktionen. Interaktion bindet an das Medium. Wie schwer ist es, aufzustehen und vor die Tür zu gehen, wenn da jemand mal wieder was Ungeheuerliches gepostet hat! Schlecky Silberstein erklärt in seinem Buch „Das Internet muss weg“ sehr gut, was da mit uns passiert bzw. was da mit uns passieren soll, wenn wir Social Media nutzen und, warum negative Kommunikation so erfolgreich ist.

Es fängt an mit Widerspruch ohne Argument. Wenn ich schon anfange schlichten Widerspruch einzutippen, ohne mir die Mühe zu machen, den anderen als jemand anzusehen, der eine Begründung verdient, dann mache ich den ersten Schritt zur Eskalation. Klar sind Morddrohungen (Stufe 8) viel schlimmer als der Widerspruch ohne Argument auf Stufe 1. Aber wenn ich überlege, was ich da mache, wenn ich so poste, dann wird klar: Ich liefere eine Vorlage, um hitziger zu diskutieren. Ich zünde kein Buschfeuer an, aber eben doch ein kleines Streichholz.

Das erste, was ich persönlich also gegen Hate Speech tun kann, ist: Meine eigene Kommunikation zu reflektieren. Was tue ich da? Was löse ich aus? Kann mein Post ungewollt zu einer Eskalation führen? 

2. Provokation ist ein zweischneidiges Schwert

Es ist leicht sich zu rühmen, dass man eben „kontrovers“ ist, dass man gezielte Provokationen einsetzen muss, weil es der Debatte nutzt. Ja, im persönlichen Dialog diskutiere ich auch mal heftiger. Wer mich kennt, weiß das. Ich versuche hart in der Sache und freundlich der Person gegenüber zu sein. Im persönlichen Dialog gelingt mir das (meistens). In digitaler Kommunikation ist das einfach schwieriger, weil ich Mimik und Gestik des Gegenübers nicht sehen kann. Und: Weil alle mitlesen können. Unbeteiligte Dritte können schnell in den Sog einer Diskussion geraten, Missverständnisse entstehen. Die Art, wie ich einer Person gegenüber rede, ist für die andere schon eine Grenzüberschreitung. Das abzustasten kann ich in digitaler Kommunikation vergessen. Nochmal: Alle lesen mit. Es ist öffentlich. 

Nun ist es so, dass Facebook und Twitter Provokationen belohnen. Wie ich schon sagte: Provokation erzeugt Interaktion. Interaktion sorgt für längere Verweildauer. Und die lange Verweildauer im Medium, sorgt dafür, dass ich Informationen hinterlasse – und seien es „nur“ Metadaten. Das ist das Geschäft von Social Media: Daten abgreifen. Deswegen werden die hitzigen Diskussionen mit vielen Kommentaren nach oben in meine Timeline gespült. Ich soll antworten, mich einmischen, interagieren. Wenn es ein Tweet ist, den ich gesetzt habe, ist das gut für mich: Ich bekomme Aufmerksamkeit. Andere reagieren auf mich. Anfangs dachte ich ein bisschen: Wenn es der Sache dient, ist es doch gut. Ich habe ja gute Absichten damit. Ich kann Provokation nutzen. Wenn ich Interaktion fördere, ist das gut.

Glaubt mir, ich war ernüchtert festzustellen, dass ich falsch lag. Es lag bei mir eine Illusion und eine Selbsttäuschung zu Grunde. 

Nun wisst ihr auch, warum ich manche Diskussionen nicht fortführe, sondern sage: Hey, lass uns auf einen Kaffee treffen oder auf ein Bier. Deine Meinung ist mir wichtig, aber hier an dieser Stelle in diesem Medium kommen wir gerade nicht weiter. Ich tue das nicht, weil mich die gegenteilige Meinung nicht interessiert – sondern weil mir der Mensch, weil ihr mir zu wichtig seid, um unnötiger Weise in eine Spirale negativer Kommunikation zu geraten. Glaubt mir, da hat niemand etwas davon. Es frustriert am Ende einfach nur.

3. Lernen, eine gegenteilige Meinung stehen zu lassen

Das führt mich zum nächsten Punkt. Wenn ich einen Kommentar lese, der mich ärgert oder, wo ich merke, da regt sich Widerspruch in mir, habe ich verschiedene Weisen zu reagieren. Ich kann darauf antworten und ich kann auch versuchen, mäßigend einzuwirken oder einfach ehrlich sein: „Dein Post hat mich getroffen, ich sehe das anders, aber ich respektiere deine Meinung.“ Ich kann den widersprechenden Kommentar auch nur liken und damit ausdrücken, dass ich die Meinung ok und vertretbar finde, aber sie muss ja nicht meine eigene sein. Ich kann aber auch schlicht nicht reagieren. Das bedeutet für mich: Ich lasse die Meinung stehen, sie hat eine Berechtigung, aber es ist nicht meine Meinung. Was ja ok ist. Ich muss ja nicht mit allen einer Meinung sein. 

Nun ist das oft eine Überwindung. Nicht reagieren. Das liegt auch nicht im Sinne des Mediums, das will, dass ich reagiere. Aber seien wir doch mal ehrlich: Diskutieren wir im Realen alles bis ans Ende aus? Wohin würde uns das bringen? Ab einem bestimmten Zeitpunkt weiß ich doch, dass mein Studienkollege eine Partei wählt und ich eine andere. Trotzdem versuche ich doch nicht, ihn zu überreden die Grünen statt der SPD zu wählen oder sich für die CDU zu entscheiden, obwohl er lieber FDP wählt. Klar, darf das Gesprächsthema sein – aber den Anspruch zu haben, solange mit ihm zu reden, bis er die richtige Partei wählt, wäre doch vergeblich. Ich muss nicht jeden und jede überzeugen. Es ist sowas von ok, verschiedener Meinung zu sein. Das nennen viele „Ambiguitätstoleranz“: Die Spannung aushalten, nicht einer Meinung zu sein, könnte man sagen. Einer Meinung zu sein, fühlt sich irgendwie gut an, wie eine Bestätigung, wenn der andere sagt: Das sehe ich auch so.

Wir umgeben uns automatisch im realen Leben mit vielen Menschen, die ähnliche Meinungen und Interessen haben. Im Social Media kann ich prinzipiell jeden treffen bzw. er/sie mich, indem er/sie einfach meinen Beitrag kommentiert. Diese prinzipielle Möglichkeit, mit allen, mit jeder Meinung Kontakt haben zu können, ist eine Überforderung. Deswegen sortieren wir uns in sog. Filterblasen, versuchen uns auch digitalen mit Menschen der gleichen Meinung zu umgeben. Trotzdem dringen immer wieder andere Meinung in unsere Blase ein. Und was dann? Ich überlege mir, ob das eine vertretbare, andere Meinung ist. Das finde ich wichtig: Manche Meinungen halte ich für nicht vertretbar. Aber wenn ich finde, das ist eine Meinung, die in einer demokratischen Gesellschaft ihr Recht hat, kann ich sie stehen lassen. 

Sollte es eine nicht vertretbare Meinung in einem nicht vertretbaren Ton sein, antworte ich übrigens erst recht nicht. Ich melde den Tweet. Denn im Digitalen gelten nach wie vor die Regeln und Gesetze im Umgang miteinander, die auch im Analogen gelten. 

4. Vernetzt euch, sucht Unterstützung nicht erst, wenn es zu spät ist

Es gibt viele Initiativen, die Betroffenen Hilfe bieten, wenn man wirklich mit Hate Speech konfrontiert wird. Ich denke an den Netzteufel, die ich jetzt nenne, weil sie kirchlich ist. Das ist total super. Ich bin froh, dass es das gibt – zivilgesellschaftliches Engagement steht dahinter, ob kirchlich oder nicht: Richtig gut!

Nun ist nicht jeder Kommentar, der ich ärgert gleich Hate Speech mit Morddrohung. Manchmal kann ich auch einfach das Gefühl haben, die Diskussion entgleitet oder ich möchte den Tonfall der Diskussion positiv beeinflussen. Hier ist es sehr hilfreich, sich direkt miteinander zu vernetzen. Auf Twitter kann man Nachrichtengruppen bilden, einige User*innen benutzen Discord-Server. Solche Gruppen haben echte Vorteile: Ich kann berichten, was ich in einem Tweet wahrnehme. Die Gruppe kann beraten, was sie tut. Zum Beispiel in die Diskussion positive Statements einbringen oder um einen höflicheren Ton bitten. So eine Gruppe kann schnell, flexibel und unkompliziert helfen. Ich finde es auch solidarisch, andere zu unterstützen, selbst wenn ich das Gefühl habe, ich brauche so eine Gruppe nicht. Das Schöne an solchen Gruppen ist auch: Man kann sich gegenseitig aufbauen und ermuntern. Manche Aktionen in Social Media können einen runterziehen. Manchmal braucht man ein gutes Wort. Und das reicht dann schon aus.

Im schlimmsten Fall kann so eine Gruppe helfen, einen Tweet zu melden, der echt nicht ok ist. Denn es zeigt sich, dass Twitter beispielsweise erst reagiert, wenn mehrere Meldungen vorliegen. Wenn ihr noch so eine Gruppe braucht, startet einen Aufruf oder meldet euch bei mir, ich vermittle gerne.

5. Falsch verstandene Nächstenliebe in digitaler Kommunikation vermeiden

Paulus ruft uns in Kapitel 12, Vers 12 des Römerbriefes auf: „Nehmt euch der Nöte der Heiligen an!“ Jetzt könnte ich denken: Jemand, der Hate Speech postet, hat Nöte. Wer so einen Ton anschlägt, bei dem müssen Ängste und Verzweiflung herrschen. Als Christin wäre ich dann ja verpflichtet, mit dieser Ängste und Nöte anzunehmen. Mich seelsorgerlich um ihn zu bemühen. Also, versteht mich nicht falsch: Das ist edel und nobel, das zu tun. Es spricht nichts dagegen, so jemandem eine persönliche Nachricht zu schreiben und nach zu fühlen, ob diese Vermutung stimmt und zu gucken, ob man dort helfen kann. Aber: Falsch verstandene Nächstenliebe wäre es meiner Meinung nach, so jemandem in einem Tweet zu antworten. Auf Hate Speech antworten heißt: Dem Hate Speech Recht zu geben und ihn zu legitimieren. Ich weiß, dass das komisch klingt. Denn wenn ich auf Hate Speech antworte und widerspreche, ist das ein Widersprechen. Das stimmt. In der Logik des Mediums ist das anders: Da war der Hate Speech erfolgreich, weil er eine Interaktion ausgelöst hat. Egal, was Inhalt der Interaktion ist, das spielt dann keine Rolle mehr. Der Erfolg besteht darin, eine Reaktion auszulösen. 

In gewisser Weise stehen sich hier menschliche Intuition und das Funktionieren von Social Media gegenüber. Auf der anderen Seite ist dieser Effekt schon länger bekannt. Jeder Journalist und jede Journalistin weiß, wie schwierig das ist, über Hassparolen und Menschenfeindlichkeit zu berichten, ohne sie erst ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. In dem Moment, wo Menschenfeindlichkeit Aufmerksamkeit bekommt, kann sie nämlich ausstrahlen. Aufmerksamkeit ist in dieser Zeit ein hohes Gut. Denn nicht alles und alle bekommen (mediale) Aufmerksamkeit. Je mehr es zu berichten gibt, umso wichtiger ist das eine, das berichtet wird. Allgemein wird dieses Phänomen „Aufmerksamkeitsökonomie“ genannt. Daher meine Bitte: Reagiert niemals öffentlich mit einem Kommentar auf Hate Speech, schon gar nicht wenn er soweit eskaliert ist, dass eine Gewaltandrohung vorliegt. Wenn ihr einer armen Seele helfen wollt, tut dies in persönlicher, nicht in öffentlicher Kommunikation.

6. Mit gutem Beispiel voran gehen: Hope Speech

Das ist und war immer die Aufgabe von christlichen Menschen: Hoffnung machen, Zuversicht spenden, ermutigen und aufbauen. Das Evangelium ist eine Botschaft der Hoffnung und der Liebe. Dieser gewaltigen Aufgabe kann ich nicht immer gerecht werden. Ich kann nicht mit jedem einzelnen Wort Hoffnung spenden. Ich bin ein Mensch, ich darf auch mal Dinge kritisch sehen. Ich glaube auch, dass Gott uns einen kritischen Verstand gegeben hat, damit wir auch diesen gebrauchen und das möchte ich nicht abwerten. Aber ich kann meine digitale Kommunikation daraufhin befragen, welchem Zweck sie insgesamt dient. Will ich positiv kommunizieren und andere groß machen? Oder will ich negativ kommunizieren und andere herabsetzen? Diese Grundentscheidung habe ich zu treffen. 

Das Tolle ist ja, dass christliche Kommunikation viele schöne Traditionen hat. Nicht nur das persönliche Wort des Lobens steht uns zur Verfügung. Wir können Segen weitergeben, den wir von Gott empfangen. Ich lese ehrlich gesagt lieber Segensworte online als Hate Speech. Wir können online miteinander beten, wie es die #twomplet vormacht. Wir können füreinander beten oder sagen, wofür wir gerade Gebete brauchen können. Jedes Mal, wenn ich das getan habe, war ich so froh und glücklich darüber, wie viele Leute gesagt haben: Du bist heute in meinem Gebet. Das ist ein erhebendes Gefühl, da fühle ich mich getragen. 

Euch fallen sicher noch weitere Beispiele für positive Kommunikation ein. So wie negative Kommunikation auf Hate Speech hinaus laufen kann, kann positive Kommunikation das Gegenteil bewirken: Hope Speech werden, Hoffnung schenken.

7. Weniger beleidigen, mehr klagen

Die Bibel macht es vor: Viele Sprechakte sind an Gott gerichtet. Selbst da wo ganze Völker verflucht werden und dem Feind die schlimmste Krankheit an den Hals gewünscht wird: Die Ansprache richtet sich an Gott. Das finde ich einen echten Vorteil. Seien wir doch mal ehrlich, wir sind alle Menschen. Auch ich habe meine schlechten Tage. Klar, ärgere ich mich über andere Leute. Wenn ich die Psalmen lese, sehe ich, wie Menschen Wege gefunden habe damit umzugehen. Es nicht dem anderen an den Kopf zu schleudern. Sich ein Ventil suchen. Es Gott erzählen. Gott hält das aus. Ich nenne das „transzendente Sprechakte“. Im Kommunikationsdreieck stehe ich als Senderin und mein Gegenüber – aber zwischen uns, da ist Gott. Wie ein Vermittler.

Ich finde diese Einsicht können wir auf das Digitale übertragen: Auch in digitaler Kommunikation entsteht Ärger oder der Ärger wird mitgebracht. Wenn wir versuchen, diesen Ärger als Klage oder als Gebet umzusetzen, muss der Betroffene nicht einmal genannt werden. Er muss nicht direkt angegangen werden. Diese Sprechakte können wir nutzen. 

Schlusswort und eine hoffnungsvolle Perspektive

Ich habe mit diesem Artikel versucht, praxisnah meine Erfahrungen zu schildern und euch an meinen Einsichten und Lerneffekten teilhaben zu lassen. Ich möchte keine festen Regeln aufstellen oder jemanden bevormunden. Nehmt gerne mit, was hilfreich ist – und vergesst den Rest.

Falls jemand eine theoretische Grundlegung des Themas mit Literaturangaben wünscht, stelle ich gerne ein von mir ausgearbeitetes Thesenpapier zur Verfügung, ihr findet es unten auf der Seite.

Ich verbleibe mit einem echten Hope-Speech-Satz: Lasst uns Social Media schöner machen! Das ist möglich und Hate Speech muss nicht das letzte Wort haben.

Eure Theotabea

Ein kleiner Nachtrag:

Ich wurde darauf hin gewiesen*, dass Kontroversen für eine Diskussionskultur wichtig sind. Da stimmte ich absolut zu und würde das niemals verneinen. Mein Punkt wäre nur zu sagen, dass wir im Digitalen diese Kontroversen nach anderen Regeln führen müssen, weil das Medium anders funktioniert als unsere analoge face-to-face-Kommunikation. Hier werden wir alle noch viel zu lernen haben, wie eine positive (!) Streitkultur entstehen kann. Es sollte darum gehen, Meinungen auszutauschen und nicht negative Hassgefühle. Das wäre mein Wunsch.


*Danke @stadtpoetin für den konstruktiven Hinweis!

3 Kommentare

    • Herzlichen Dank für die Rückmeldung. Ich arbeite für mich schon länger an dem Thema. Es lässt mich nicht los. Schön zu hören, dass ich einen guten Zeitpunkt für dich erwischt habe!

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